Volbeat – Lola Montéz

Mood: Worky.
Blog-Number: 1.017

Erste Ergebnisse

Die ersten digitalen Linien sind gezogen – oben zu sehen ist die untere Panel-Reihe von Seite 2 meines aktuellen Projekts (für Seite 1 scrolle man 3 Einträge runter). Der mysteriöse Herr wird von dunklen, noch mysteriöseren Schemen eingekreist. Geht es um den funkelnden Ring!?1 Das Bearbeiten benötigte tatsächlich einiges an Eingewöhnung. Meine Erwartungshaltung: Ich stöpsle den/die/das Cintiq an meinen Rechner, schwinge den mitgelieferten, mit Feenstaub befüllten Griffel und BÄM – die Qualität meines Comics verzehnfacht sich. Denkste! Abgesehen davon, dass mich das Photoshop’sche Füllhorn an Möglichkeiten erst einmal überfordert nach Luft schnappen ließ, war es mega ungewohnt, ein so fehlerfrei arbeitendes Gerät zum Zeichnen zu benutzen.


Die Zoomfunktion ist dabei ein gnadenloser Mitstreiter: Der graue Matsch im Hintergrund sind meine handgezeichneten Linien – tatsächlich schon digital gebügelt und von analogen Mäkeln (á la Radier-Rudimente und Kaffeeflecken) befreit. Sauber oder ordentlich ist trotz allem was anderes. Mit jedem Klick der Lupe wird einem flauer im Magen. Die ersten Linien mit dem Tablet sehen schon ganz anders aus – waren lückenlos, auf Anhieb ganz schwarz und variabel in der Breite, warfen aber postwendend das nächste Problem auf: Je mehr ich zoomte2, desto sympathischer wurde mir die Möglichkeit, quasi unendlich Weit in die Tiefe (haha) zu gehen. Auf einem Niveau über 300 dpi aber einzelne Pixel zu schubsen, ist eher semi sinnvoll, wenn nicht angedacht ist, den späteren Comic mit Rastermikroskop zu liefern. Es frisst unheimlich viel Zeit, die am letztendlichen Ergebnis nicht viel schraubt. Das exzessive Nutzen von strg+z (“Rückgängig”), das augenblickliche und vor allem rückstandslose (!) Entfernen von misslungenen Strichen, hilft wirklich beim Suchen und Finden der perfekten Linie – da können Papier und Tusche nicht mithalten.


Der RTLeske Vorher-Nachher-Vergleich gibt mir hoffentlich Recht, dass mein neues Zeichengerät mir einen großen Sprung ermöglicht. Welten trennen die beiden (unheimlich vergrößerten) Versionen wahrscheinlich nicht, aber besser finde ich das neue Ergebnis doch. Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber mit Übung, Fleiß und Spucke wird das auch noch. Motiviert bin ich endlos!

  1. Ich weiß es natürlich – falls das Ganze allerdings bald mal online kommt, will ich geschürte Spannung! []
  2. … und zugegebener Maßen konnte ich das bisher kein bisschen abstellen… []
09.08.2013, 12:12 pm | 1 Kommentar » |

Emil Bulls – Worlds apart

Mood: Vortrefflich!
Blog-Number: 1.016

Der/Die/Das Cintiq ist da!

Eine gefühlte Ewigkeit kämpfte das kreative Engelchen auf meiner linken, gegen das knauserige Teufelchen auf der rechten Schulter – nachdem Letzteres schließlich entnervt aufgab, benötigte Amazon eine ganz reelle Ewigkeit, um den Streitgegenstand zuzustellen: das Wacom Cintiq 13HD. Für Uneingeweihte und Klickfaule: ein hochprofessioneller, (und somit) schweineteurer1 Flachbildschirm, auf welchem man (z.B. Comics :bling ) zeichnen kann. Auf selbigem entstand z.B. der Comic weiter oben.

Brauch man sowas? Ganz einfach: Nein. Wirklich brauchen würde ich es, wenn ich mein Geld mit Illustrationen, Fotobearbeitung oder Ähnlichem verdienen würde, bzw. überhaupt Zeit hätte, meinem Zeichenhobby täglich Stunden zu widmen. Warum kaufte ich es trotzdem? Noch einfacher: Weil es so viel Spaß macht, meine Kreativität darüber in den Photoshop zu kratzen.
Ich konnte nie wirklich gut mit meinem Grafiktablett umgehen2 – mit dem unnatürlichen Gefühl auf dem Tisch zu zeichnen und zum Monitor hochzugucken, kam ich nie zurecht. Zum gelegentlichen Zeichnen am Rechner und zum Nachbearbeiten meines Analog-Comics hat es mir lange gute Dienste geleistet. Es war okay, aber eben nicht mehr als okay. Die Nachbearbeitung war zugleich das zweite Argument des Engelchens: Irgendwo gelangen Papier, Tinte und freihändige Striche immer an die Grenzen der Physik: Unebenheiten, Struktur… spätestens beim Ranzoomen sehen meine Comicseiten aus wie matschiger Pixel-Streuselkuchen. Um mein Gekritzel irgendwann druckreif zu bekommen (so ja schließlich mein langfristiger Traum), würde jede fertige Seite mit dem Bamboo noch einmal mindestens dieselbe Arbeitszeit am Rechner fressen. Spaß ist etwas anderes.

Ein kleiner, unerwarteter Geldsegen ließ das beste Arbeitsgerät eines Steve Hamaker plötzlich gar nicht mehr so weit entfernt erscheinen. Ich sehe es als nachhaltige Investition und habe tierisch Spaß daran!

  1. Immerhin ca. doppelt so teuer wie mein Rechner Oo []
  2. Vorgänger des Cintiqs war ein uraltes Bamboo, welches offenbar nicht einmal mehr angeboten wird… []
31.07.2013, 08:48 pm | 1 Kommentar » |

Savlonic – Computer Guy

Mood: Ausgelastet
Blog-Number: 1.015


98% der ganzen Ammi-Serien (nebst der angeschlossenen Hypes) ziehen spurlos an mir vorbei – der Nachname vom Gossip Girl kümmert mich genau so wenig wie der von Dr.Who, dass CBS der halben Welt die Olle von How I met your Mother gespoilert hat, ließ mich auch ziemlich kalt. Um so erstaunlicher, wie akut mich das Dexter-Fieber erwischt hat. Sarah und ich kauften uns die erste Staffel1 und beim Reinschauen fiel mir auf, dass ich da tatsächlich schon einmal drübergezappt hatte. Inzwischen sind wir bei Staffel 5 angelangt und bisher noch nicht geheilt.

Ich mag Stories mit regelmäßigen Schockmomenten bzw. Plot twists – mit beidem kann Dexter dienen. Reichlich. Das Setting vom Gerechtigkeits-fanatischen Sheriff Blutspuren-Analyst, der im Zweifelsfall selbst zum Messerchen greift, ist an sich wenig innovativ, wird aber (paradoxer Weise) auf sehr menschliche Art und Weise erzählt. Der Blickwinkel erinnert(e) mich positiv an Death Note, allerdings kann man einem wandelnden Gott-Komplex wie Light Yagami viel bedenkenloser die Pest an den Hals wünschen. Die Rolle als Massenmörder hat sich Dexter (nach seiner Auffassung) nicht ausgesucht – Näheres erfährt man aber erst nach und nach.
Die Figuren in seinem Umfeld, seien es seine Alibi-Beziehung, seine Schwester oder die Kollegen aus dem Morddezernat, sind authentisch, zum Großteil auch ziemlich vielschichtig. Das gibt der Serie einerseits etwas mehr Alltäglichkeit, andererseits ist auch das ein interessanter Reibungspunkt für den soziopathischen Protagonisten. Besagte Plot twists sorgen dafür, dass sich das Beziehungsgeflecht2 nie zu sehr festigt, bzw. einfährt. Die vierte Staffel gefiel mir unter anderem deshalb bisher am Besten.

Ich spreche eine große Empfehlung aus, auch wenn wir wahrscheinlich fast die letzten sind, die die Serie noch nicht gesehen haben :fly

  1. Staffel 1-4 bekommt man oftmals für einen 10er, weil die scheinbar jeder schon hat. []
  2. Ja, ich studiere zu viel. []
21.06.2013, 03:53 pm | 5 Kommentare » |

Jupiter Jones – Unter uns Darvinfinken

Mood: Ungewohnt
Blog-Number: 1.014

22.05.2013, 09:08 pm | 2 Kommentare » |

Callejón – Meine Liebe

Mood: Excited!
Blog-Number: 1.013

Prolog – Seite 1

Es hat also begonnen: Nachdem ich hier immer wieder Entwürfe und Übungszeichnungen hochgeladen habe, kaufte ich vor gut einem Monat schweres Papier1 und ordentliche Stifte2, um endlich wieder Comic-Seiten zu fabrizieren. In Kollision mit meiner Bachelor-Arbeit ergeben sich da interessante Wechselwirkungen.

Einerseits stiehlt sie mir unheimlich viel Zeit. Leider. 40 Seiten schreiben sich nicht von alleine und der riesige Leseaufwand macht den Löwenanteil des Projektes aus. Andererseits schreibe ich, wie der eine oder andere vielleicht schon gehört hat, die BA-Arbeit über Comics. Das heißt ich lese und schreibe und lerne ständig neue Sachen darüber, die ich am liebsten gleich ausprobieren würde. Ein Teufelskreis!
Ob man das sieht oder nicht – oben seht ihr die erste Seite meiner alten / neuen Geschichte, sogar schon sporadisch mit digitalen Graustufen beschmiert3. Der gute Herr im Vordergrund ist eine ganz neue Figur, die gleich die Ehre bekommt den Prolog zu eröffnen. Etwas düster sind er und die Seite schon, habe ich mir sagen lassen, aber genau so sollte es sein. Auch das Fehlen von Schrift (Stille im Comic, habe ich mich für besagte BA-Arbeit gründlich eingelesen…) trägt dazu bei, aber das wird noch einige Seiten lang so weitergehen.

Das Projekt ist also noch ganz jungfräulich und es hat (bis genau jetzt) noch kaum jemand gesehen – Für schonungslose Kritik, Fragen und Vorschläge bin ich also gern zu haben. Ich bin sehr an euren ersten Eindrücken interessiert! Comment below!

  1. 185g/m², super weiß und viel zu teuer… []
  2. PITT Artist Pens von Faber Castell in S(mall), F(ine), M(edium) und B(rush) []
  3. Graue Marker machen zwar beim Zeichnen mehr Spaß, aber Geld- und Ergebnisfaktoren sprachen stark für good ol’ Photoshop. []
12.12.2012, 10:51 pm | 5 Kommentare » |

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