Savlonic – Wandering Eye

Mood: :bling
Blog-Number: 1.007


Die letzten Wochen waren ziemlich aufregend für mich. Ich befinde mich ja auf dem Weg zum (Deutsch- und Geschichts-) Lehrer; in diesen Semesterferien1 passierte ich den Wegposten “Schulpraktikum“. 4 Wochen. Raus aus der Uni, rein in die Wirklichkeit. Nicht das Fach unterrichten lernen, sondern echte Schülerinnen und Schüler (oder, wie wir Fachleute schreiben: “SuS”). Der Frontenwechsel hat mir riesig Spaß gemacht.

Schule ist etwas ganz anderes, wenn man nicht im Bus noch Hausaufgaben abschreibt und im Klassenraum dämmerig auf den Pauker wartet. Nach meinem Initiations-Ritual im Lehrerzimmer2 pendelte ich zwischen den Klassen 5 bis 13 um den Kollegen über die Schulter zu gucken, zu protokollieren, viel rumzugehen, zu unterstützen, mir Sachen erklären zu lassen und mich generell irgendwie nützlich zu machen. Praktikant halt.
Natürlich wurde ich auch zum Selber-Unterrichtens in kalte Wasser bzw. vor die Tafel geworfen. Mich hat ziemlich bestätigt, dass mir Unterricht in allen Altersklassen gefallen hat. Es ist schon ein Unterschied, ob man im Leistungskurs experimentelle Nachkriegsromane auseinander schraubt, im Epizentrum der Pubertät grammatische Gesetze proklamiert, oder für die Kleinen bunte Schaubilder an die Tafel malt, aber ich bin mir sicher, dass ich mit all dem viele Jahre lang Spaß haben kann. Den SuS hat es, allen Feedbäcks nach, auch gefallen und das ist schließlich das Wichtigste.

Wie dem auch sei: Ein gutes Bauchgefühl hat die ganze Aktion hinterlassen. Um so ätzender, dass jetzt erst einmal wieder Uni-Alltag angesagt ist.

  1. Der Mensch, der das Semester-”Ferien” benannte, war übrigens böswilliger Zyniker. []
  2. Mir wurde die Kaffeemaschine erklärt ♥ []
22.04.2012, 08:58 pm | 1 Kommentar » |

Mando Diao – Dance with somebody

Mood:
Blog-Number: 1.006

Das beste Paar der Welt.
14.02.2010 – Ω

Fernab von Kommerz und überteuerten Plastik-Rosen kamen wir beiden vor genau 2 Jahren zusammen. Nicht wegen dem Datum, sondern weil es das Richtige war. Wir werden heute feiern: All das, was wir gelernt haben, das, was war und was noch kommt und das, was wir haben. Uns.

14.02.2012, 12:25 pm | 2 Kommentare » |

Johnny Cash – Hurt

Mood: hey!
Blog-Number: 1.005


Version 19 ist da, alles ist einfacher, schicker, schlichter, weniger, hübscher, sauberer, benutzerfreundlicher, interessanter und vor allem heile. Ich weiß nicht, was genau den Flickenteppich von Quelltext des letzten Layouts zusammengehalten hat, aber eigentlich hätte es gar nicht funktionieren können/dürfen. Aber das ist jetzt ganz egal: Bei diesem Theme sitzt alles wo es soll und alles arbeitet richtig. Tatsächlich kann mein Mama-Herz dafür sogar die Haftung übernehmen, weil ich erstmals jeden Php-Schnipsel eigenhändig gesetzt und alles von Null auf selbst gecoded habe. Keine Vorlage, kein Ausgangs-Template, kein Recycling.

Die Motivation dafür, mich über (mir unverständliche) php-Sätze zu bilden und an dynamischen Angaben und runden Textboxen zu verzweifeln, verdanke ich übrigens meinem magischen Latein-Reader. Der wurde nämlich von einem bösen alten Zauberer verfasst und ist mit dem Fluch belastet, das uninteressanteste und blödeste Stück Materie auf der Welt zu sein, so dass man alles lieber täte als ihn auch nur 3 Sekunden zu lesen. Ich schreibe übrigens Freitag meine Zwischenklausur in Latein. Das bedeutet, dass ihr mir dann bitte die Daumen drückt, und dass ich, ob des Fluches, wahrscheinlich noch diese Woche das Häkeln anfange.

Ich bin übrigens sehr an eurer Meinung zu dem Theme interessiert! Benutzt doch bitte die Kommentarfunktion, die funktioniert, seit ich ihr Prügel angedroht habe :bling

07.02.2012, 08:29 pm | 6 Kommentare » |

Dropkick Murphys – The green fields of France

Mood: Bueno.
Blog-Number: 1.004

Final Fantasy XIII


Sarah und ich spielen seit einiger Zeit an Final Fantasy 13. In einer Woche kommt die Fortsetzung (13-2) in die Läden, wir sind mit dem ersten noch nicht ganz durch. Wir möchten auch den nächsten Teil spielen, allerdings fragen wir uns noch, was genau uns so an XIII fesselt(e). Eigentlich ist es komplett irrational:

Das Storytelling ist mies. Wirklich. Ich mag Spiele, in denen man mich an die Hand nimmt und mir eine tolle Geschichte erzählt – eine tolle Story gibt es wohl, aber bisher hat es mich noch nicht spüren lassen, dass es mir die vermitteln will. Wir laufen mit den Charakteren (oben in den Rollen von Protagonistin Lightning und Hobby-Desperado Sazh) durch eine (zugegeben) grafisch atemberaubende Welt, verstehen kein Wort von dem, was alle reden, NSCs en mass werden eingeführt, kommen niemals wieder vor – wir bekommen aber seitenweise lange Textchen, um alles nachzulesen.
Achja, und überhaupt die Welt! Größter Kritikpunkt ist1, der für ein Rollenspiel erbärmlich geringe Grad an Selbstbestimmung. Die Level sind nicht so offen gestaltet wie in anderen Final Fantasy-Teilen, eher so wie beim ersten “Super Mario. “Folge dem Weg. Nein, nicht abbiegen. Nein, da sollst du auch nicht hin. Wehe, du drehst dich um!. Man folgt einer Straße und die erste Abzweigung kommt, wenn ich mich recht erinnere, nach 50 Spielstunden. Ähnlich individuell verhält es sich im Steigerungs-Menü. Das sieht vielfältig, stark verzweigt und optisch ansprechend aus – man bedient es, indem man den X-Knopf gedrückt hält.

Diese Liste von Kritikpunkten ist endlos fortsetzbar – aber warum wollen wir dann weitermachen? Dafür, dass fast alle Rollenspiel-typischen Elemente fehlen, überzeugt XIII mit den Hintergründen, perfekter Grafik und einem Kampfsystem, das minimalistisch und fordernd ist, und einfach nur Spaß bringt. Die Musik ist mitreißend, der Stil schwer zu fassen, aber sympathisch. So viele Kleinigkeiten zwischen den großen Lücken sind richtig, dass ich es trotzdem wärmstens empfehlen kann. Es ist eben doch ein Final Fantasy.

  1. … weswegen es wirklich in jedem Test verrissen wurde… []
28.01.2012, 09:37 pm | 2 Kommentare » |

Slut – Die Moritat von Mackie Messer

Mood: :D
Blog-Number: 1.003

Frohes neues Jahr!


Und ich hoffe, ihr seid gut angekommen und nicht zu feucht gerutscht! Sarah und ich bestiegen bereits am 30. Dezember die Bimmelbahn, um die fallenden Festlichkeiten in Berlin, im Wilden Osten zu verleben. Nein, nicht um uns vor dem Brandenburger Tor die Füße blau zu stehen – es ging uns mehr um die Leute.

Und es war ein fantastischer Jahreswechsel. Es gab Bulletten und Kartoffelsalat, gute Gespräche, viel zu lachen, herziges Tischfeuerwerk und Bier, angenehm rockige Hintergrundbeschallung und eine große Knuddelei um Mittenacht, grad bevor alle Handys im Raum nach Aufmerksamkeit schrien und sich alle aus der Tür schwangen. Feuerwerk gucken, grüßen und gegrüßt werden, mehr meinen Schatz knutschen als überhaupt in den Himmel zu sehen1.
Was 2012 wohl bringt? Ich bin da wenig melancholisch. 2011 war toll, hatte aber auch seine hässlichen Seiten. Auf einen Jahresrückblick habe ich nicht nur aus Lustlosigkeit verzichtet2. Dieses Jahr werde ich mit Sarah zusammenziehen, muss einen Job finden, meine Bachelor-Arbeit schreiben, will die Uni zugunsten meiner Freunde wieder öfter aufs Wartegleis schieben, werde bald mein erstes Schulpraktikum anfangen und selbst vor Klassen stehen, habe alles beisammen, um endlich meinen Comic wieder aufleben zu lassen. Es gibt viel zu lernen und viel loszuwerden. Langweilig wird es jedenfalls nicht.

Fotos vom Silvesterabend gibt es später noch. Den ganzen Abend ging eine teure gute Kamera von Hand zu Hand, die Ergebnisse müssen sich allerdings noch auf den Weg machen :zwink

  1. Sarah ist eh schöner als irgendwelches brennendes Magnesium :sleep []
  2. … und weil es viel zu Mainstream ist! Diskutierte das mitPasue bei Twitter []
02.01.2012, 10:48 pm | 1 Kommentar » |

Mood: Grandiös
Blog-Number: 1.002

Frohe Weihnachten nachträglich
& Guten Rutsch!


Weihnachten war voller Essen, Silvester ist in Berlin. Ich wünsche allen nochmal frohe Festtage. Ich werde Fotos liefern.

31.12.2011, 04:53 pm | 1 Kommentar » |

Madsen – Leben

Mood: Yäy!
Blog-Number:

Eintausend Einträge! Whoo! Ich freu mich schon, wer jetzt aber eine große Party mit billigem Schampus und noch billigeren Nutten erwartet hat, den muss ich enttäuschen. Jubiläen sind ja, an sich, immer ganz toller Anlass lustige Reden und gemeinsame Erinnerungen aus dem Schuhkarton unterm Bett zu kramen. Ich sehe da keinen Grund zu. Auch in gezwungener Historisierung sehe ich keinen tiefen Sinn – ich will nur ein paar Worte loswerden.

Meinen Blog “FinalCurtain” gibt es seit Anfang 2005 (siehe links). Die meisten Indizien dafür habe ich aber im Laufe der Jahre in den Giftschrank geschlossen. Ich war jung, uninteressant und vor allem ahnungslos. Es waren einfachere Zeiten. Ein “Layout” mit Paint zu gestalten war okay. Die Farben waren grauenhaft, weil mein erster Monitor Rottöne verzerrt hat1 und dass der Blogger scheiße ist und immer war, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Heute, 2 Schulwechsel und 2 Abschlüsse, 4 Serverwechsel und fast 7 Jahre später, ist vieles anders – vor allem der Zweck des Ganzen. Das war hier mal ein Tagebuch voller drolliger Geschichtchen aus dem grausten Alltag. Viel Text, keine Bilder, dafür täglich. Ich habe mir dann eingebildet, dass das unterhaltsam ist. Heute ist es das vielleicht hoffentlich ein wenig mehr, es ist längst nicht mehr täglich (teilweise nicht einmal wöchentlich…) und Bilder tragen alles irgendwie voran. Wohin auch immer. In letzter Zeit überlege ich immer öfter, ob ich im Januar noch die Verlängerung bezahle. Der Blog hat eine Menge mitgemacht, schon deswegen möchte ich ihm nicht nur beim Zustauben zusehen. Zeit / Inhalt / Elan? Damit reden sie sich doch alle raus. Irgendwie werde ich mich der Welt auch weiterhin mitteilen. Wenn es FinalCurtain.net nächstes Jahr noch gibt, dann wird jedenfalls aufgeräumt und umgekrämpelt. Wünsche und Kritik sind gewünscht!

Ups, doch historiziert. Blöde Studenten!

  1. Ungelogen. Die Röhre hatte ein knallgrünes Bild. Den hab ich jahrelang benutzt :sick []
08.12.2011, 10:36 pm | 5 Kommentare » |

Johnny Cash – Get Rhythm

Mood: Vorzüglich.
Blog-Number: 999


Willkommen in Concordia, einem einfachen Dorf im Nordwesten einer fiktiven Weltenscheibe. Wo Perspektive Glückssache ist soll mein Comic demnächst (!) spielen.

Mein Comic hat sich auch verändert, weil ich mich verändert habe. Die ganze Nummer mit dem “zeichnerischen Handwerkszeug” (“Bäck to the Roots”) hat mir und meinen Figuren viel gebracht, aber nebenbei hatte ich ja zum Beispiel auch noch Uni. Man versucht die eigene Story möglichst genau zu fokusieren und zu Papier zu bringen, nebenbei hat man Kurse in denen man lernt, wie mittelalterliche Städte eigentlich funktionieren. Öhhm…
Für wie viele Menschen ist da Platz? Welche Architektur ist technisch schon möglich? Ab wann gab es eigentlich gepflasterte Straßen und wer hat die Regenrinne erfunden? Plötzlich fühlt man sich wie Sheldon Cooper auf dem Renaissance-Markt. Die Leser sollen sich in meinem Universum wohl fühlen. Wie sollen sie das tun, wenn ich ihnen verwirrende Dinge zeige? Auf der einen Seite muss Charakter A mühselig Wasser aus dem Brunnen schöpfen, auf der nächsten Seite fönt sich Charakter B die Haare. Ich möchte mir, auch um solche Stilbrüche zu vermeiden, viele Gedanken machen. Viele Gedanken, die sich dann der Leser nicht mehr machen muss, damit er stattdessen eintauchen und hinnehmen kann. Die Straßen der Stadt Concordia sollen zum Herumschlendern mit den Augen einladen. Wenn sich der Leser verarscht vorkommt, dann bitte nur, weil ich es will.

Es beruhigt mich übrigens, dass 15 Minuten mit unordentlichen Bamboo-Strichen reichen, um meine Entwürfe sehr viel “fertiger” aussehen zu lassen. Es ist nicht mehr alles graue Theorie.

05.12.2011, 09:59 pm | 7 Kommentare » |

Volbeat – Maybellene I Hofteholder

Mood: :)
Blog-Number: 998

Die besten Pfannkuchen
der Welt!

Man nehme:
- 250 g Mehl
- 600 ml Milch
- 2 (!) Päckchen Backpulver
- 1 Päckchen Vanillie-Pudding
- etwas Zucker
- eine Prise Salz
- 3 Eier

Man werfe alles planlos in eine Schüssel, schlage mit einem Schneebesen ca. 80 Kubic-Kilometer Luft unter, wundere sich, warum das Mistzeug so ungemein flüssig ist, schütte mit einer Suppenkelle einen Kleks Teig in eine beschichtete (!) Pfanne mit ganz wenig heißer Magarine. Die fertigen Pfannkuchen sind tierisch fett und luftig und ihr bekommt mit ganz wenig Zutaten eure gesamte Familie satt, einschließlich der fetten Tante die euch immer in die Wange kneift.

Wir kugeln durch Wohnzimmer und warten auf positives Feedbäck!

03.12.2011, 11:34 pm | 2 Kommentare » |
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